Projekt Europeana

die Bibliothek der Zukunft

Projekt Europeana – die Bibliothek der Zukunft

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Jeder, der krank wird oder ist wünscht sich nur eines: schnellst möglich wieder auf die Beine zu kommen. Um das zu unterstützen helfen uns die gesetz­lichen und privaten Krankenkassen. weiterlesen …

Wenn wir etwas suchen und das Internet bei unserer Recherche an seine Grenzen stößt, greifen wir automatisch auf das Wissen unserer Bücher zurück. Ist man auch hier nicht fündig geworden, wird man unsere Frage spätestens in einer Bibliothek oder in einem fachspezifischen Institut beantworten können. Ein weiter und zeitintensiver Weg, den wir dafür in Kauf nehmen müssen.

Das dachte sich auch der Direktor der französischen Nationalbibliothek, Jean-Noël Jeanneney und rief daher im Jahre 2006 das Projekt Europeana ins Leben. Mit der Vision eine digitale Bibliothek zu schaffen, die ein Spektrum umfasst, das sogar die Onlinesuchmaschinen Google und Yahoo ablösen würde, machte man sich an die Arbeit. Das Ziel: Der Aufbau eines riesigen Online Katalogs, der die zentrale Suche in den Metadaten der beitragenden Institutionen ermöglicht. Wer dennoch Zugang zu den Originaldokumenten wünscht muss sich weiter an die Institutionen selbst halten.

Und tatsächlich – am 20. November 2008 ging man das erste mal unter dem Namen European Digital Library Network online. Das in Zukunft allwissende Netzwerk gewährte zunächst einen Zugriff auf über zwei Millionen Filme, Fotos, Gemälde, Töne, Karten, Manuskripte, Bücher, Zeitungen und Textdokumente. Eine atemberaubende Leistung, die sich bis 2010 auf das dreifache erhöhen sollte. Bei der Sammlung der Europeana-Dokumente 2008, kamen allein 52 Prozent aus Frankreich. Deutschland hingegen trug gerade einmal mit nur einem Prozent zu dem Gesamtwerk bei.

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Daher beschloss die Bundesregierung im Dezember 2009, die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) zu schaffen über die dann bis 2011 mehr als 30.000 deutsche Wirtschafts- und Kultureinrichtungen in die Europeana eingebunden werden sollen. Die deutsche digitale Bibliothek umfasst Kopien von Büchern, Werken der bildenden Kunst, Noten und Musik sowie spezifische Filme. Grund für den eigenen Bereich ist, dass die digitale Verfügungsgewalt über das kulturelle Erbe auch weiterhin in öffentlicher Verantwortung bleiben soll.

Die wachsende digitale Bibliothek ist schon jetzt eine große Bereicherung für das Internet. Recherche- und Lernarbeiten, sowie Forschungen und allgemeine Informationen werden in den nächsten Jahren weniger zeitintensiv und durchaus umfangreicher ausfallen.

Das Projekt Europeana – ein weiterer großer Schritt in die digitale Zukunft. Viele stehen dem mit Skepsis gegenüber. Doch sollte dabei auch bedacht werden, dass unser größtes Erbe, das Wissen aus Jahrtausenden dadurch nicht nur wieder aus den staubigen Fängen der Regale geholt sondern auch vor Katastrophen geschützt wird. Denn was wir allein damals verloren haben, als das Kölner Stadtarchiv einstürzte, ist bis heute vielen nicht bewusst.